Die Wasserqualitaet

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Beurteilung der natürlichen Wässer

Grundwasser 

Grundwasser (Brunnen- und Quellwasser) ist im allgemeinen arm an groben Verunreinigungen

(Bodenfiltrierung) und bedarf daher selten einer besonderen Klärung. Dagegen enthält es sehr oft

aggressive Kohlensäure, Eisen und wenig Sauerstoff. 

Oberflächenwasser

Oberflächenwasser (Fluss-, See- und Teichwasser) kann durch Abwasser, Laubabfall,

Hochwassereinflüsse verunreinigt werden. Es bedarf daher einer besonderen Klärung. Infolge guter

Belüftung ist die aggressive Kohlensäure gering und der Sauerstoffgehalt

hoch. 

Bestimmung der Wasserqualität

Wasserhärte Unter Härte eines Wassers versteht man seinen Gehalt an

gelösten Erdalkali-, besonders an Calcium- und Magnesium-Salzen. Aus

Calcium- und Magnesiumkarbonat (Karbonathärte KH) entstehen beim

Erhitzen des Wassers schwerlösliche Niederschläge (Kesselstein). Die

Erdalkalichloride und Sulfate (Nichtkarbonathärte NKH) sind weniger

schwer löslich. Sie werden erst beim Eindampfen des Wassers ausge-

schieden. Die Gesamthärte ist die Summe von Karbonat- und

Nichtkarbonathärte: GH = KH + NKH 

Härte-Begriffe 

0-7 °f = sehr weich,   7-14 °f = weich,     4-22 °f  mittel hart,     22-31 'f =

hart, über 32 °f = sehr hart 

1 °f.H = 0,56 °d.H = 0,2 mval/kg =  0,1 mmol/l = 10,0 ppm =10g

Kalziumkarbonat pro m3 Wasser. 

Leitfähigkeit des Wassers 

Bei Wasser, in welchem noch Spuren von Salzen gelöst sind, wird die

Menge der gelösten Salze an hand der elektrischen Leitfähigkeit be-

stimmt. Die gemessene (spezifische) Leitfähigkeit wird in

Mikrosiemens/cm ausgedrückt. 1 Mikrosiemens/cm entspricht der

Leitfähigkeit einer Lösung von ca. 0,5 mg NaGI (Natriumchlorid) oder 0,1

mg HGI (Salzsäure) oder 0,2 mg NaOH (Natron-Lauge) pro Liter Wasser.

Definiert wird die Leitfähigkeit als der elektrische Widerstand einer

Flüssigkeit. Die Leitfähigkeit ist der Kehrwert des Widerstandes. Je kleiner der Leitwert, desto reiner

das Wasser. 

Der pH-Wert 

Der pH-Wert ist ein Mass tür die Menge an Wasserstoffionen, die in 1 Liter Wasser effektiv vorhan-

den sind. Je saurer eine Lösung ist, um so kleiner ist der pH-Wert, umgekehrt nimmt mit steigender

Alkalität der pH-Wert zu. Der pH-Wert von neutralem Wasser ist 7. 

 

Die Änderungen um eine ganze pH-Zahl ändert den sauren oder alkalischen Charakter um das

10fache.

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